Verfasst von: el Señor | 12. August 2011

Méx.Trip: Quintana Roo & Der Abschluss…

164. Tag zurück in der Heimat

Nach einem kleinen Frühstück geht’s dann auch schon weiter zum Busterminal, wo auch schon der Bus wartet, um uns endlich wieder in heimische Gefilde zu bringen.

Denn mit heimischen Gefilden meine ich Quintana Roo, den Staat, in dem ich gut ein halbes Jahr meines Lebens verbracht habe und den ich so sehr in mein Herz geschlossen habe.

Día 17

Zunächst fahren wir ziemlich weit in den Süden Quintana Roos, genauer gesagt nach Tulúm, das dem ein oder anderen vielleicht noch von früheren Erzählungen ein Begriff ist. Mit dem Taxi geht’s dann weiter in die Zona Hotelera, wo wir auch gleich unsere eigene Cabaña in einem ganzen Dorf von Cabañas beziehen können. Diese befinden sich übrigens alle in direkter Strandlage, eigebettet in butterweichen weißen Karibiksand. Den restlichen Tag verbringen wir dann mit einem Spaziergang in die Stadt, ein paar Bierchen am Strand und ein bisschen Stress an der Bar, der dann aber auch recht schnell wieder verflogen ist.

Día 18

Vom heutigen Tag ist eigentlich recht schnell berichtet, da er im Prinzip nicht anders verläuft, als der davor.

Día 19

Nach einem kleinen Frühstück machen sich mein Bruder und ich – die andern beiden sind bereits vorgefahren – auf den Weg in die Stadt, wo ich mich mit Hernan, einem Kollegen und Freund von EcoColors, verabredet hatte. Der ist zufällig mit einer Gruppe Dänen auf der Durchreise, hat aber trotzdem ein bisschen Zeit, um uns beiden eine echte Volksbar in Tulúm zu zeigen. Diese ist zwar nicht wirklich so laut wie die in Cancún, serviert aber mindestens genauso leckeres Essen und kühles Bier zu Hammerpreisen; und das ganze ohne Touris.

Gegen Abend machen aber auch wir uns dann auf den Weg nach Playa del Carmen, das ihr sicherlich auch noch aus älteren Geschichten kennt. Mehr als das ein oder andere Bierchen an der Hostalbar sind für den heutigen Abend aber nicht mehr drin.

Día 20

Denn schließlich müssen wir ja für den heutigen Tag fit sein. Bereits gestern hatten wir nämlich einen Tauchgang für heute gebucht, zu dem man natürlich nicht allzu knatschig erscheinen sollte. Und so machen wir uns mit Scuba10 auf zu einem phänomenalen Taucherlebnis in der Karibik, bei dem wir neben einer ziemlich großen Schildkröte, die sich hinter einer Wasserpflanze zu verstecken versucht, auch noch zwei Bullsharks in unmittelbarer Nähe sichtigen. Das hat mich so sehr geflasht, dass ich gleich für den nächsten Tag die Bullsharktour buche, bei der man wohl bis zu 15 solcher 2-3 Meter langen Haie auf einmal zu Gesicht bekommt.

Nach diesem Abenteuer belohnen wir uns mit dem besten Essen der Stadt, das natürlich im El Fogón zubereitet wird und einem genialen Highlight für den Abend. Denn bereits vor meiner Méx.Trip Abreise hatte ich mit meinen Kollegen und Freunden aus Cancún ausgemacht, dass wir ein letztes Mal in Playa del Carmen zusammen feiern werden. Und so sitzen wir also mal wieder in der Hostalbar, ehe sie alle eintreffen: Sam, Miguel, Hernan und wie sie alle heißen; der Hammer! So viel Spaß hatten wir seit langem nicht mehr gehabt.

Día 21

Der heutige Tag birgt im Gegensatz zu den anderen keine wirklichen Highlights: Die Bullsharktour muss leider wegen schlechter Bedingungen abgesagt werden und so gehen wir nach einem ausgedehnten Strandaufenthalt am Abend ganz gediegen ins örtliche Kino.

Día 22

Nun ist er also endlich da, der letzte Tag des Méx.Trip und zugleich mein letzter in México. Während Tobi und Benni sich noch ein paar Extratage in Playa del Carmen gönnen, machen sich mein Bruder und ich auf den Weg nach Cancún, wo alles begann. Im Office wartet bereits Sam, der uns nach einer erneuten Verabschiedungsrunde zum Flughafen fährt, wo auch bereits unser Flieger Richtung Heimat wartet.

Fotos vom Trip findet ihr wie immer hier.

Der Abschluss

Und so endet dieser überaus geniale Trip voller Überraschungen, Abenteuer und Spaß also nach 21 Tagen und 6 Bundesstaaten und damit auch gleichzeitig nach über einem halben Jahr mein Kapitel México. Denn heute vor genau einem Jahr habe ich mich auf meine kleine große Reise in dieses geniale Land gemacht. Gracias México y gracias mis amigos méxicanos. Quizas fue el parte más chido de mi vida. Dies ist der Abschluss.

Euer el Señor…

Verfasst von: el Señor | 10. August 2011

Méx.Trip: Yucatán…

162. Tag zurück in der Heimat

Nach einer anschließenden Chillsession geht’s dann aber auch schon wieder ab nach Palenque Ciudad, wo auch bereits der Bus für unsere Nachtfahrt zum nächsten Halt bereit steht.

Día 15

Mérida ist die Hauptstadt des Staates Yucatán, der gleichzeitig Namensgeber für die Halbinsel Yucatán ist. Das entsprechende Hostal in Mérida ist – wer hätte es gedacht – mal wieder sehr schnell gefunden. Für kleines Geld gibt es im Nómadas Youth Hostel neben einem eigenen Bungalow auch noch Frühstück und ein paar Hängematten am Pool direkt vor der Tür. In Mérdia selbst machen wir zunächst einen kleinen Stadtspaziergang durch die weiße Stadt (siehe Foto). Dieser ursprünglich kleine Stadtspaziergang dehnt sich jedoch so sehr aus, dass wir nur noch für eine Koch- und Chillsession am Abend Zeit finden.

Día 16

Für den heutigen Tag haben wir uns einen richtigen und einen fast richtigen Hammer vorgenommen. Zunächst geht es mit dem Opel/Chevrolet-Verschnitt, den wir bereits am Vorabend angemietet hatten, ins rund 1,5 Stunden entfernte Celestún. Celestún ist ein feuchtes Naturschutzgebiet, das vor allem für seine riesigen Flamingovorkommen bekannt ist. Während mancher Jahreszeiten tümmeln sich in diesem seeartigen Konstrukt mehrere 1.000 Flamingos in kleineren Gruppen. So richtig nah dürfen wir mit unserem Boot natürlich nicht an die Tierchen ran, aber für einen genialen Eindruck reicht es dann doch. Nach einer kleinen Badeaktion in einem sogenannten Ojo de Agua oder zu Deutsch Wasserauge, was im Prinzip nichts anderes ist als eine Süßwasserquelle, die aus der Erde nach oben sprudelt, machen wir uns auch schon wieder zurück zur Anlegestelle.

Jetzt geht’s dann aber auch schon auf zum eigentlichen Hammer dieses Tages. Ein paar Freunde aus dem Büro haben mir den Tipp gegeben, die Grutas de Calcetok zu besuchen. Das ist eines von Yucatáns zahlreichen unterirdischen Höhlenkonstrukten, zu dem wir uns nun also auf den Weg machen. Dummerweise stellt sich die auf der Karte dargestellte Abkürzung nicht nur als ein Umweg sondern auch als ein Umweg in richtig schlechtem Zustand heraus, so dass wir den Großteil der 2-stündigen Fahrt mit einem Schnitt von 40km/h zurücklegen; lustig ist es trotzdem. An den Grutas angekommen, treffen wir auch schon auf Jacinto, unseren Guide, mit dem wir bereits vorab Kontakt hergestellt hatten. Der stellt uns auch gleich die verschiedenen Besichtigungsmöglichkeiten vor. Da wäre zum einen die Touritour zur Fuß, die Aventuratour mit ein bisschen Krabbeln und die Extremetour mit extrem viel Krabbeln. Klar haben wir den langen Weg nicht gemacht, um dann durch irgendwelche Höhlen zu spazieren und wählen noch recht selbstbewusst die Extremevariante von gut drei Stunden. Hier mal ein Vorherbild:

Ausgestattet mit Kopfleuchten folgen wir Jacinto also in die absolute Dunkelheit, die man hier nur ganz ganz schwer beschreiben kann. Das Höhlensystem besteht aus vier Ebenen, wobei die vierte zahlreiche Meter unter der Erdoberfläche ist. Jacinto erzählt uns auch, dass sich bereits viele Gruppen, die die Höhlen auf eigene Faust erkunden wollten, verirrt hätten und erst nach Tagen gerettet werden konnten. Das macht uns natürlich Mut. Und so geht es also verschiedene natürliche Steinrutschbahnen ohne jegliche Sicherung meterweit nach unten, ehe wir uns durch den sogenannten Geburtenkanal winden müssen. Und mit winden meine ich wirklich winden. Halbwegs korpulente Menschen wären hier wahrscheinlich gar nicht erst durch gekommen. Selbst wir müssen und richtig drehen und wenden, um die extrem engen Gänge zu durchqueren, und tuschieren dabei immer wieder mal unsere Grenzen. Ich weiß gar nicht, wie ich die ganzen Erlebnisse in diesen Höhlen in Worte fassen kann und verweise an dieser Stelle lieber an die Fotos im Webalbum. Hier auf jeden Fall mal ein Nacherbild mit Jacinto, der sich immerhin das Knie schmutzig gemacht hat:

Auf der Rückfahrt hält uns dann natürlich noch die Polizei an, auf der Suche nach irgendeinem Grund, uns zur Kasse zu bitten. Zum Glück habe ich in meinen letzten mexikanischen Monaten diesbezüglich einiges dazugelernt, so dass wir die ganze Geschichte am Kofferraum mit einer netten Einladung auf ein Refresco (Erfrischungsgetränk) regeln können.

Día 17

Nach einem kleinen Frühstück geht’s dann auch schon weiter zum Busterminal, wo auch schon der Bus wartet, um uns endlich wieder in heimische Gefilde zu bringen.

Fotos vom Trip findet ihr wie immer hier. Insofern bis die Tage,

Euer el Señor…

Verfasst von: el Señor | 8. August 2011

Méx.Trip: Chiapas…

161. Tag zurück in der Heimat

Nach einem weiteren Bierchen und ein bisschen Freizeit am Nachmittag geht’s dann auch schon ab zum örtlichen Busterminal, wo auch schon der nächste Nachtbus auf uns wartet.

Día 10

In Tuxtla, der Hauptstadt des Bundesstaates Chiapas, angekommen, nehmen wir uns auch gleich ein Taxi Richtung Chiapa de Corzo, einem kleinen Städtchen direkt am Cañon del Sumidero gelegen. Beim Cañon del Sumidero handelt es sich um eine kilometerlange Schlucht bzw. einen Canyon, den man auf der Wasserstraße erkunden kann. Und eben das machen wir dann auch. So schließen wir uns einer Tourigruppe unweit von unserem Hotel an und machen uns auf den Weg in den Canyon. Hier noch schnell die Highlights der Tour: genialer Canyonblick, Tannenbaumkonstellation, Krokodil, kein Sprit mehr und Abschleppdienst. Nach einem kleinen Mittagessen und einem leicht ausgedehnten Stadtspaziergang geht’s dann aber auch schon direkt über zum Videoabend, der schließlich in die Nachtruhe mündet.

Día 11

Nach einem kleinen Frühstückshappen machen wir uns dann aber auch schon wieder auf den Weg nach San Cristóbal de las Casas, der heimlichen Hauptstadt von Chiapas, und DEM Insider unter so ziemlich jedem Touri, der México abseits der Karibikstrände erlebt hat. Das Hostal ist wieder schnell gefunden und so können wir uns auch gleich auf die Walkingtour durch dieses bunte Städtchen begeben. Diese führt uns dann auch vorbei an zahlreichen bunten Häusern, über einen typischen Markt, vorbei an zahlreichen Kirchen und Schmuckständen bis hin zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen guten Blick über die Stadt und die umliegende Berglandschaft hat. Am Abend haben wir dann noch das Glück, in einem kleinen Bagelshop eine Liveband aus dem Staat Veracruz zu hören, die verdammt gut ist; ganz im Gegensatz zum Reggeaclub, der wohl eher aufgrund von allgemeiner Müdigkeit durchfällt.

Día 12

Nach einem kleinen Treppenspaziergang zum Cerro Templo, einem weiteren Aussichtspunkt hoch über der Stadt, begeben wir uns auch schon zu einem etwas anderen Schmankerl. Bestückt mit jeweils einem Pferd und einem voraustrabenden Guide, machen wir uns auf den Weg nach San Juan Chamula, einem kleinen und sehr beliebten Dorf etwas außerhalb von San Cristóbal. Hier ist vor allem die örtliche Kirche einen Besuch wert, denn man hat die Möglichkeit traditionelle Rituale zu verfolgen, die neben zahlreichen Kerzen auch ein lebendes Huhn und Cola enthalten. Mehr will ich an dieser Stelle aber auch gar nicht verraten. Nach einer kleinen Kochsession am Abend geht’s dann schließlich noch auf ein Bierchen in eine Bar um die Ecke.

Día 13

Bereits einen Tag zuvor hatten wir die Tour für heute bei einem kleinen Reisebüro am Stadtplatz gebucht. Mit dem Minibus und einer kleinen Tourigruppe kommen wir bei der Fahrt durch eine geniale Landschaft und nach gefühlten 1.000 Kurven an unserem ersten Stop an. Agua Azul (blaues Wasser), eine recht lange, dafür aber flache Wasserfallkonstruktion, zeichnet sich vor allem – wie der Name ja bereits vermuten lässt –  durch sein extrem blaues Wasser aus. Nach einem kurzen Aufenthalt geht’s dann aber auch schon weiter zum nächsten Wasserfall. Misol Ha ist im Gegensatz zu Agua Azul, ein Bilderbuchwasserfall, wie man ihn sich eigentlich vorstellt, wenn man an Wasserfälle denkt: Wasser fällt von oben nach unten. Highlight hierbei ist die Möglichkeit hinter dem Wasserfall durchzulaufen, aber seht doch bitte selbst:

Im Anschluss geht’s dann aber auch schon weiter Richtung Palenque, einer alten Mayastadt, die wir uns jedoch für den nächsten Tag aufheben.

Wie in San Cristóbal abgesprochen, wirft uns der Fahrer also am Eingang zum Nationalpark von Palenque raus, wo sich auch direkt unsere Wunschübernachtungsstelle befindet. Maya Bell bietet neben einem von Howler Monkeys frequentierten Pool nämlich unter anderem einfache Palapas, sprich Holzkonstrukte mit Strohdächern, unter denen man seine Miethängematte aufhängen kann, an. Diese dürfen wir nach einem leckeren Abendessen in Palenque Ciudad dann auch gleich testen: keine Mücken, recht bequem, dafür aber kalt, trotzdem genial!

Día 14

Recht früh am Morgen machen wir uns dann auch gleich auf den eigentlich eher kurzen Fußmarsch zu den Ruinen von Palenque. Eigentlich sage ich deshalb, weil uns ein alter Mann am Eingang zum dschungelartigen Wald von einem tollen Weg durch eben diesen Wald erzählt, der uns auch direkt zum Eingang der Ruinen führen soll. Lediglich am großen Baum sollen wir links gehen; oder war es rechts? Nach mehrerem Verlaufen kommen wir schließlich hinter den Kassenhäuschen raus, wo uns auch schon ein paar Offizielle empfangen und uns gebührend zusammenscheißen. Zum Glück kann man Mexikaner aber recht leicht wieder glücklich stimmen und so können wir dann doch noch die Ruinen besichtigen. Das Areal der alten Mayastadt ist ziemlich groß und birgt allerlei verschiedener und gut erhaltener Tempel und Häuser, die man fast allesamt noch betreten bzw. besteigen kann, aber bildet euch doch bitte selbst eine Meinung:

Nach einer anschließenden Chillsession geht’s dann aber auch schon wieder ab nach Palenque Ciudad, wo auch bereits der Bus für unsere Nachtfahrt zum nächsten Halt bereit steht.

Fotos vom Trip findet ihr wie immer hier. Insofern bis die Tage,

Euer el Señor…

Verfasst von: el Señor | 5. August 2011

Méx.Trip: Oaxaca…

158. Tag zurück in der Heimat

Nach einem leckeren Frühstück und einer Spielerunde mit Ale und Paulina, ihrer Schwester, machen wir uns dann auch schon wieder auf zum Busbahnhof, von wo aus wir das nächste Ziel auf unserer Liste ansteuern.

Día 5

Nach gut fünf Stunden Fahrt kommen wir dann auch endlich in Oaxaca City, der Hauptstadt von Oaxaca an. Den restlichen Abend verbringen wir dann mit dem Auffinden eines Hotels und der Besichtigung des Stadtplatzes. Dieser ist mal wieder voll von Menschen in bunten Trachten, die allesamt überaus nett sind.

Día 6

Nach einem kleinen Stadtspaziergang am Morgen versuchen wir auch schon das klarzumachen, weswegen wir eigentlich nach Oaxaca gekommen sind. Im Büro von Expediciones Sierra Norte, einer örtlichen NGO, die mit den umliegenden Dörfern und Gemeinden der NGO zusammenarbeitet und dort nachhaltigen Tourismus anbietet, buchen wir auch gleich unseren 2-tages Trip nach Llano Grande, einem der Pueblos Mancomunados. Für umgerechnet 30€ pro Kopf gibt es hier eine Übernachtung, sämtliche Essen und einen Guide für die Wanderung. Und das Beste daran ist, dass das Geld zu 100% an die NGO und damit in geniale Projekte geht: definitiv zu empfehlen!

Gegen 14 Uhr starten wir also mit dem Bus nach Llano Grande, dass sich ziemlich weit oben in der Sierra Norte befindet. Dort beziehen wir dann auch gleich unsere private Cabaña, in diesem Fall eine Skihütte mit offenem Kamin. Das Abendessen gibt es dann unten im Dorf in einem Familienrestaurant unserer Wahl. Spätestens beim Spieleabend in der Hütte verstehen wir dann auch den Sinn des Kamins und der gefühlten 1.000 Decken, denn nachts gefriert hier sogar das Wasser. Dummerweise teilen wir uns das Holz nicht allzu clever auf, woraufhin wir einen Großteil der Nacht in der eisigen Kälte auskommen müssen; trotzdem geil!

Día 7

Recht früh am Morgen geht’s dann auch auf zu unserer kleinen geführten Wanderung von immerhin fünf Stunden. Unser Guide führt uns zunächst bergauf durch einen typisch deutschen Nadelwald, der im ersten Moment nichts wirklich Besonderes für jemanden darstellt, der eigentlich immer in unmittelbarer Waldnähe gewohnt hat. Was sich uns dann aber auch einer Lichtung offenbart, ist schlichtweg der Hammer: el Mar de Nubes oder zu Deutsch das Wolkenmeer, aber seht doch bitte selbst:

Im Anschluss folgt dann noch eine kleine Kletteraction auf dem Piedra Larga (langer Stein), nach dem übrigens auch die Tour benannt wurde. Ohne jegliche Sicherung geht es hier unterschiedliche Felsvorsprünge hoch und wieder runter, ehe wir den eigentlichen Piedra Larga (siehe Foto) erklimmen. Von hier oben hat man eine phänomenalen Aussicht auf einen Großteil der Sierra Norte: Hammer!

Zurück von der überaus anstrengenden Tour gibt’s dann noch ein Abschlussbierchen mit den Betreibern der örtlichen Tourismusstelle, bevor wir uns nach einem kleinen Mittagessen wieder auf in Richtung Oaxaca City machen. Da wir dort den Abendbus noch erreichen wollen, können wir leider nicht auf den „normalen“ Bus aus Llano Grande warten und sind auf einen Taxiservice angewiesen. Das sind kleine Busse oder Pick-ups die ungefähr alle halbe Stunde durch die Dörfer Richtung Oaxaca City heizen. In unserem Fall ist das übrigens ein Pick-up und jetzt ratet mal, wo der noch Platz für vier Touris hat:

Beeindruckend, gefährlich, windig ohne Ende und einfach nur geil!

In Oaxaca City wohlbehalten angekommen, können wir sogar noch einen früheren Bus für unsere erste Nachtfahrt zu unserem nächsten Halt, Puerto Escondido, nehmen. Da dieser Surferort am Pazifik offiziell auch noch zum Bundesstaat Oaxaca gehört, soll er auch noch schnell Platz in diesem Artikel finden. Das passende Hotel mit Strandblick am Playa Zicatela ist schnell gefunden. Vom Leben am Strand ist eigentlich schnell erzählt: beachen, sonnen, Sonnenuntergang, essen, das ein oder andere Bierchen und das war’s auch schon.

Día 9

Für den heutigen Tag haben wir uns ein richtiges Schmankerl aufgehoben: Tauchen! Zwar ist der Pazifik in dieser Hinsicht nicht wirklich mit der Karibik vergleichbar, aber was soll’s. Und so begeben wir uns mit unserem Diveinstructor Jorge von Aventura Submarina auf den Weg ins Meer. Da meine drei Kollegen bislang noch keinen einzigen Tauchgang absolviert haben, bekommen sie zunächst einen kleinen  Crashkurs, ehe wir uns in die leicht unruhige See stürzen. Und glaubt mir, auch wenn das „nur“ der Pazifik ist, ist es der Hammer!

Nach einem weiteren Bierchen und ein bisschen Freizeit am Nachmittag geht’s dann auch schon ab zum örtlichen Busterminal, wo auch schon der nächste Nachtbus auf uns wartet.

Fotos vom Trip findet ihr wie immer hier. Insofern bis die Tage,

Euer el Señor…

Verfasst von: el Señor | 2. August 2011

Méx.Trip: Puebla…

155. Tag zurück in der Heimat

Nach einem leckeren Tacos de Tamal Mittagessen geht’s dann aber auch schon wieder in Richtung Busterminal, wo bereits unsere Mitfahrgelegenheit zu unserer nächsten Station wartet.

Bei dieser Station handelt es sich übrigens um Puebla, das sowohl Stadt als auch Staat ist und dem ein oder anderem evtl. wegen der dort ansässigen VW-Fabrik bekannt ist. Der Grund unseres Besuches ist allerdings ein ganz anderer. Denn die Familie von Alejandra, meiner Kollegin von EcoColors, wohnt hier und zufällig befindet sich auch Ale gerade vor Ort, da sie sich von einer Krankheit erholt. Jedenfalls hat uns Ale zu sich nach Hause eingeladen und da konnten wir einfach nicht nein sagen.

Día 4

Und so kommen wir also nach einer gut 2-stündigen Fahrt in Puebla an, wo auch bereits das Taxi auf uns wartet. Bei Ale angekommen werden wir erst mal der ganzen Familie vorgestellt und dann auch noch zum Essen eingeladen, ehe ihr Bruder und dessen Freundin uns die Stadt zeigen wollen. Puebla ist eine richtig bunte und schöne Stadt mit vielen alten und sehr gut erhaltenen Gebäuden. So besichtigen wir beispielsweise die Kathedrale von Puebla, die hier fälschlicherweise aufgebaut wurde, und aufgrund ihrer vom Stadtplatz abgewandten Ausrichtung (siehe Foto) eigentlich in México City hätte errichtet werden sollen. Dies munkelt man zumindest.

Nach einer Runde Schnaps machen wir uns dann auch schon auf den Weg in Partyviertel von Puebla, Chamula. Hier treffen wir auf ein paar Freunde von Alejandras Bruder, die natürlich gleich ein paar deutsche Worte erlernen wollen. Und was wäre da besser geeignet als „Was geht’n Oida?! Mach kein Scheiß!“.

Día 5

Nach einem leckeren Frühstück und einer Spielerunde mit Ale und Paulina, ihrer Schwester, machen wir uns dann auch schon wieder auf zum Busbahnhof, von wo aus wir das nächste Ziel auf unserer Liste ansteuern.

Fotos vom Trip findet ihr wie immer hier. Insofern bis die Tage,

Euer el Señor…

Verfasst von: el Señor | 30. Juli 2011

Méx.Trip: México City…

152. Tag zurück in der Heimat

In den kommenden Tagen werde ich euch nun mit Berichten zu unserem Méx.Trip versorgen, die nach den einzelnen mexikanischen Staaten, die wir auf unserer Reise besucht haben, getrennt sind.

Wie versprochen starten wir heute also mit dem ersten Bericht einer ganzen Reihe von Artikeln zu unserem Abenteuer in México. Mit „uns“ oder „unserem“ meine ich übrigens Tobi, den ihr ja bereits von Cuba kennt, Benni, einen weiteren Studienkollegen, Daniel, meinen Bruder, und natürlich mich selbst, el Señor. Der heute thematisierte Staat ist übrigens México DF, oder einfach nur México, oder aber auch ganz hip el DF; wobei wir uns hauptsächlich in Méxcio City, der Hauptstadt des Bundesstaates und Landes, bewegen. Also viel Spaß dabei!

Día 1

Unser Méx.Trip beginnt mit einem spät abendlichen Volaris-Flug von Cancún nach Méxcio City. Von hier aus wollen wir uns unseren Weg zurück nach Cancún bahnen. In Méxicos Hauptstadt angekommen, beschaffen wir uns auch gleich ein Taxi, was sich leichter erweist als zunächst angenommen. Das restliche Abendprogramm ist dann von einer überaus unfreundlichen Taxifahrt und einer Nacht im zuvor gebuchten México City Hostal geprägt.

Día 2

Nach einem guten Frühstück machen wir uns am kommenden Morgen mit der Metro auf den Weg in eines der angeblich genialsten Museen der Welt, das Museo Nacional de Antropología. Dieses Museum stellt eindrucksvoll unter anderem die mexikanische Geschichte dar und ist allein deshalb einen Besuch wert. Und es gibt noch einen Vorteil, den man nicht außer Acht lassen sollte: Vor den Museumstoren gibt es eine überaus nette Sonnenbrillenverkäuferin, bei man passend zu den Tourihüten auch noch ein auffallendes Brillengehäuse ergattern kann. Das ganze sieht dann ungefähr so aus wie auf diesem Foto.

Im Anschluss besuchen wir dann noch das blaue Haus von der mexikanischen Malerin, Frida Kahlo, das absolute Geschmackssache ist. Mir jedenfalls hat es gefallen. Für den Abend haben wir uns jedoch noch ein richtiges Highlight aufgehoben, bei dem die Meinungen überhaupt nicht auseinander gehen: die Lucha Libre. Hierbei handelt es sich um die mexikanische Version von Wrestling, nur noch ein bisschen übertriebener, maskierter und absolut lustig. Leider müssten wir die Kameras am Eingang abgeben, so dass nur dieses Foto am Ende entsteht.

Día 3

Der dritte und damit letzte volle Tag in México City ist recht schnell erzählt. Mit einer lokalen Busgesellschaft geht es ab zu den Pyramiden von Teotichuacan (gesprochen Teotitschuakan), immerhin den drittgrößten Pyramiden weltweit, aber macht euch doch bitte selbst ein Bild:

Día 4

Für heute haben wir uns das Zentrum México Citys vorgenommen. Während unsere Walkingtour auf eigene Faust eher ein Reinfall ist, reißt die Tour durch die Kathedrale jedoch den Karren wieder aus dem Dreck. Denn wo in Deutschland wahrscheinlich Absperrbänder, -zäune, und –hinweise stünden, befindet sich hier einfach nur der Weg für die Tour. Und so marschieren wir von einem Glockenturm quer über das Dach der Kathedrale in den anderen Turm und dann wieder nach unten: der Hammer!

Nach einem leckeren Tacos de Tamal Mittagessen geht’s dann aber auch schon wieder in Richtung Busterminal, wo bereits unsere Mitfahrgelegenheit zu unserer nächsten Station wartet.

Fotos vom Trip findet ihr wie immer hier. Insofern bis die Tage,

Euer el Señor…

Verfasst von: el Señor | 27. Juli 2011

Méx.Trip…

149. Tag zurück in der Heimat

Oh mein Gott, haben wir schon lange nichts mehr voneinander gehört. Bitte entschuldigt die ewig erscheinende Pause, aber nun habe ich endlich die nötige Zeit gefunden, um auch mein letztes „kleines“ Abenteuer in México abzutippen. In den kommenden Tagen werde ich euch nun mit Berichten zu unserem Méx.Trip versorgen, die nach den einzelnen mexikanischen Staaten, die wir auf unserer Reise besucht haben, getrennt sind. Hier schon mal der Tourverlauf (grün) als erster Eindruck:

Einen ersten Vorgeschmack auf die Tour könnt ihr euch vorab hier holen. Insofern bis die Tage,

Euer el Señor…

Verfasst von: el Señor | 7. April 2011

Cuba Libre: Viñales [Teil 2]…

38. Tag zurück in der Heimat

All diese negativen Eindrücke hindern uns jedoch nicht daran, den Club am Ende sogar zuzuschließen.

Der folgende Tag steht dann ganz im Zeichen besagter Pferdetour. Und so treffen wir bereits am Morgen auf den Vater von Noel, der bereits unsere beiden Gäule gesattelt hat. Und dann geht’s auch schon los. Recht gemächlich traben wir Richtung „Los Aquáticos“, eine immer kleiner werdende Siedlung an einem steilen Berghang gelegen. Das Besondere an „Los Aquáticos“ ist übrigens, dass die Bewohner dieses Bergdörfchens seit geraumer Zeit nur noch an die Heilkraft des Bergwassers glauben. So suchen sie weder Ärzte auf noch kaufen sie irgendwelche Medikamente in Viñales, sondern waschen sich stattdessen mit Bergwasser.

Unterwegs haben wir genug Zeit, die geniale Landschaft des Tals zu bestaunen und den Geschichten von Noels Vater zu lauschen. So erklärt er uns einiges von einheimischen Pflanzen über das Schulsystem Kubas bis hin zum strengen kubanischen Waffengesetz. Das letzte Stück nach „Los Aquáticos“ hat es dann aber wirklich in sich. Der Steilhang, der für manchen Tollpatsch wohl zum Hindernis geworden wäre, ist auch für unsere Pferde kein leichtes, die Mühe jedoch lohnt sich auf jeden Fall. Denn oben angekommen begrüßt uns eine der geilsten Aussichten, die ich je genießen durfte. Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel haben bietet sich uns ein Blick über das gesamte Talkonstrukt um Viñales. Hammer! Dazu servieren uns Antonio und seine Frau, die anscheinend die einzig verbliebenen Bewohner des „Dorfes“ sind Kaffee und frisch gepressten Mangosaft.

Nach einem kurzen Plausch und einer kleinen Chillsession an einem Hang hoch über dem Tal geht’s dann aber auch schon wieder zurück Richtung Viñales. Doch der Ausflug wäre natürlich nicht komplett, wenn das traditionelle Glas Milch im Schaukelstuhl fehlen würde. Danach geht’s dann aber wirklich zurück in die Stadt; hierbei behilflich: ein ca. 30 Jahre altes Moped, das uns jeweils die gut 5 km nach Viñales chauffiert. Hier wartet nach einem kleinen Mittag-/Abendessen auch schon unser Bus, der uns zurück nach good old Habana bringt.

Für unseren letzten Abend in La Habana haben wir uns übrigens nochmal etwas ganz Besonderes überlegt. Denn mit „La Zorra y el Cuevo“ wartet der wohl beste Jazzclub der Stadt, wenn nicht sogar ganz Cubas, auf uns. Aber wie man da am besten feiert, habe ich euch ja bereits im Habana Teil berichtet. Die Nacht endet dann nach einer weiteren Station in einer Schickimicki Terrassenbar in unserem angestammten Casa Particular bei Alexis.

Der nächste und letzte Morgen zugleich verläuft dann wiederum wenig spektakulär. So kaufen wir uns noch schnell vier Hüte, die erst in den kommenden Artikeln eine Rolle spielen werden, und machen uns im Anschluss auch schon auf den Weg zum Flughafen, wo auch bereits unser Flieger zurück nach Cancún wartet. Und so ist es Zeit Abschied zu nehmen, von einem der genialsten und atemberaubendsten Länder dieser Welt. Adiós Cuba!

So viel also zu unserem Kurztrip nach Cuba. In den kommenden Tagen folgen dann übrigens die Bericht zu unserem etwas größeren Abenteuer in México. In der Zwischenzeit dürft ihr aber selbstverständlich nochmal meine kubanischen Fotos bewundern und euch hier bereits einen ersten Vorgeschmack auf México holen.

Insofern bis die Tage,

Euer el Señor…

Verfasst von: el Señor | 3. April 2011

Cuba Libre: Viñales [Teil 1]…

34. Tag zurück in der Heimat

„La Zorra y el Cuevo“ ist wirklich ein geiler Jazzclub, den man allerdings nur mit Zigarre frequentieren sollte. Kurz: La Habana ist der absolute HAMMER!

Für die folgenden beiden Tage haben wir uns nochmal ein kleines Highlight reserviert. Und so geht es am Donnerstagmorgen mit dem Bus ab nach Viñales. Besagtes Viñales liegt ungefähr 4 Stunden westlich von Habana und ist vor allem wegen seiner Hügellandschaft und seiner  überaus hohen Schaukelstuhldichte bekannt. Viñales selbst ist eher ein kleines Örtchen, wobei hier jeder Hausbesitzer mindestens ein Zimmer nebenbei als Casa Particular vermietet. Daher sollte es für uns auch ein Leichtes sein, eine Unterkunft für die kommende Nacht zu finden. Dem ist allerdings nicht ganz so, denn das erste Haus ist bereits komplett ausgebucht und die nächste Besitzerin will uns nicht, da ich das Original meines Reisepasses in Habana gelassen habe und sie Angst um ihre Lizenz hat. Im dritten Anlauf klappt es dann jedoch endlich und so finden wir schließlich beim Dorfarzt, Noel, und dessen Familie zwei Bettchen.

Da es noch nicht wirklich spät ist, machen wir uns dann auch gleich auf den Weg in die Pampa. Soll heißen, dass wir gut 4 Stunden in der prallen Sonne über Stock und Stein, vorbei an Kühen, Pferden und Bauern, über und teilweise sogar durch so manchen bergähnlichen Hügel, von Tal zu Tal, bis hin zu einer kleinen Hütte am Wegesrand wandern. Denn da begrüßt uns Noel (aber nicht der von oben) und lädt uns auf einen Kaffee ein. So richtig nein will keiner von uns sagen und so stellt sich schließlich heraus, dass Noel heute Geburtstag hat. Bei einem Kaffee und einem Bananenschnaps in seinem Wohnzimmer leisten uns noch seine Kinder, Frau und Eltern Gesellschaft und schnakseln in der Folge über die unterschiedlichsten Themen, von Politik bis Zigarrenrollen. Natürlich will Noel uns am Ende auch etwas verkaufen, was aber auch okay ist, denn der Besuch war richtig interessant und herzlich. Und so machen wir uns mit den Taschen voller selbst gerollten Zigarren wieder auf den Heimweg. Ach so, da Noel übrigens auch Pferdeguide ist, reservieren wir uns auch gleich zwei Gäule für den kommenden Tag.

Am Abend genießen wir dann noch ein richtig leckeres und großes und leider auch überteuertes Essen in der aber ohne die Familie. Mit schwerem Magen schleppen wir uns dann schließlich nochmal in die Stadt, denn der junge Mann von heute fliegt ja nicht nach Cuba, um da dann keine Party zu machen. Und so hangeln wir uns zunächst bei genialer Livemusik von einem Bierchen zum nächsten. Dann sind wir auch schon auf dem Nachhauseweg, da keine wirkliche Stimmung aufkommen will, bis wir auch einmal rhythmische Geräusche vom Stadtplatz hören; und schwupps, stehen wir auch schon im wohl angesagtesten Club von Viñales. Doch auch hier hat sich bereits der Sextourismus breit gemacht. So werden wir gleich zu Beginn von drei jüngeren Frauen angesprochen, die sich gleich nach der Absage einen 70-jährigen, total besoffenen, Amerikaner schnappen. Generell läuft der Hund hier allerdings andersherum und so sind es vor allem junge kubanische Männer, die jeweils eine Ausländerin am Start haben. All diese negativen Eindrücke hindern uns jedoch nicht daran, den Club am Ende sogar zuzuschließen.

Den zweiten Bericht zu unserem Ausflug  nach Viñales und gleichzeitig den Abschluss unserer kleinen Cubareise gibt’s dann übrigens in den kommenden Tagen. In der Zwischenzeit dürft ihr aber selbstverständlich mein Fotoalbum bewundern.

Insofern bis die Tage,

Euer el Señor…

Verfasst von: el Señor | 30. März 2011

Cuba Libre: La Habana [Teil 2]…

30. Tag zurück in der Heimat

Naja, am Ende stellt sich jedenfalls heraus, dass die Herren nur eine kleine Umfrage machen wollten, die bei einer statistischen Erhebung helfen soll. Das hätte man mir aber auch eigentlich vorher erzählen können.

In die Stadt geht’s dann natürlich ganz klassisch im Oldtimer, in unserem Fall einem alten Fiat. Die Unterkunft in einem sogenannten „Casa Particular“, sprich bei einer kubanischen Familie, hatten wir bereits vorab gebucht. Jedoch ist Alexis, der Besitzerin, in unserem Fall ein kleiner Fehler unterlaufen, so dass wir stattdessen für eine Nacht bei ihrem Nachbarn, Sergio, unterkommen. Der ist übrigens gerade dabei sein komplettes Haus zu renovieren und spezialisiert sich dabei auf Deckenmalereien. Alles in allem ist Sergios Familie, das Frühstück am nächsten Tag und die Wohnung ein Traum und auf jeden Fall empfehlenswert. Übernachtet wird übrigens ganz klassisch im Ehebett mit nur einer Bettdecke, die sich dafür aber mit einem Tigermuster schmückt. Den verbleibenden Abend verbringen wir damit die Stadt auf der Suche nach etwas Essbarem zu erkunden. Und dies stellt sich schwieriger heraus als zunächst angedacht. Denn wenn man sich noch nicht auskennt, ist entweder bereits alles weggegessen oder preislich gesehen auf deutschem Niveau.

Unterwegs wird man dann noch dazu von allerhand Mensch angesprochen. Neben vielen Leuten, die mit interessanten und oftmals auch gar nicht so dummen Maschen um Geld betteln und damit bestimmt auch noch Erfolg haben, dir Mota (Marihuana) und Zigarren andrehen, dich die 100m zur nächsten Bar mit dem Coconut-Taxi fahren oder dich einfach nur in einen der besten Buena Vista Social Clubs lotsen wollen, ist Cuba leider auch auf einem sehr guten Weg sich weltweit einen Namen im Sextourismus zu machen. Beliebtester Spruch hierbei ist übrigens: „Psstpsst…Hey my friend! Quieres chicas?“, was so viel bedeutet wie „Willst du Frauen“, was in diesem Fall wiederum weniger zutreffend ist, weil gleichalte „Frauen“ in Deutschland wohl noch nicht mal Bier in der Tanke kaufen dürften. Traurig!

Die kommenden beiden Tage haben es dann in sich. So machen wir jeweils eine selbst organisierte Walkingtour durch die einzelnen Stadtteile „Habana Vieja“, „Centro Habana“ und „Vedado“, bei denen wir uns mehrere Zentimeter Gummi von der Sohle laufen. Es würde jetzt allerdings viel zu lange dauern, hier ins Detail zu gehen, so dass ich euch lieber gekonnt auf meine Fotoserie verweise.

Vielleicht nur so viel: Ja, ganz Habana ist voll von alten Amikarren, erkennbar an der starken und vor allem pechschwarzen Rauchschwade am Heck. Der „Malecón“ bei Sonnenuntergang ist traumhaft und am erträglichsten mit einem kühlen Bucanero Dosenbier. Der größte Teil der Cubaner ist unheimlich nett, neugierig und hilfsbereit, der Rest versucht dich abzuzocken. Ohne Spanisch kommt man nicht wirklich weit, wenn man behauptet Mexikaner zu sein aber auch nicht. Das billigste Essen sind „Peso Pizzas“, am besten die, die einem aus dem zweiten Stock per Flaschenzug heruntergelassen werden. Laufend kann man einiges erreichen, Taxi hat aber eindeutig mehr Style. Der Cuba Urlaub ist erst perfekt, wenn man sich am Bücherflohmarkt vor dem „Plaza de Armas“ eine mittelprächtige Kopie von Che Guevaras Revolutionstagebuch auf Spanisch kauft, um sie dann wahrscheinlich eh nie zu lesen. Die zwei Währungen sind gar nicht so stressig wie zunächst angenommen, der richtige Umgang öffnet einem sogar so manche Tür. Unter der Woche ist es echt schwierig in Habana wegzugehen, aber eben auch nicht unmöglich, folg einfach der Musik. Mojitos und Cuba Libre sind richtig geil, aber lasst die Finger von diesem Tomatencocktail. Zigarren sind DER Partyrenner, vor allem in Pianobars. „La Zorra y el Cuevo“ ist wirklich ein geiler Jazzclub, den man allerdings nur mit Zigarre frequentieren sollte. Kurz: La Habana ist der absolute HAMMER!

So viel zu Habana. Den Bericht zu unserem Ausflug  nach Viñales gibt’s dann übrigens in den kommenden Tagen. In der Zwischenzeit dürft ihr aber selbstverständlich mein Fotoalbum bewundern.

Insofern bis die Tage,

Euer el Señor…

Older Posts »

Kategorien