Verfasst von: el Señor | 1. Oktober 2010

Die Lesben aus der Nachbarschaft…

8. Woche – noch 152 Tage

Hola zusammen. Mal ganz im Ernst, wer wünscht sich das nicht: zwei Lesben, die direkt gegenüber wohnen und ihren Lebensstil in aller Freizügigkeit zelebrieren? Ich jedenfalls nicht.

Zumindest, wenn es sich dabei um die beiden 40-jährigen Furien von gegenüber handelt. Die streiten sich eigentlich immer nur freitags, aber dann auch brav miteinander. Anders an diesem Mittwoch Morgen: Ihr müsst wissen, dass die beiden auf ihrem mit einem hohen Zaun umzingelten Grundstück ein kleines Häuschen und einen noch kleineren Bungalow haben, die über einen Pool verbunden sind. Während die beiden in ihrem Häuschen was auch immer machen, haben sie den Bungalow hingegen meist an amerikanische Touristen vermietet; so auch in diesem Fall.

Jedenfalls schrecke ich um 04 Uhr morgens völlig verwirrt auf, als mich meine Mitbewohner auf den Lärm auf der Straße aufmerksam machen. Nun stehen wir also zu dritt am Fenster im dritten Stock und beobachten unten auf der Straße, was ich euch nun zu beschreiben versuche:

Die beiden Lesben, völlig außer Rand und Band und mit Stöcken bewaffnet, halten einen Amerikaner, den die mietenden Amerikaner wiederum auf einer Party kennengelernt haben, in Schach. Immer wieder fallen in voller Lautstärke Wörter wie Nutte und dergleichen. Schließlich schreien auch die Mietamis auf den Nichtmietami ein, dass er sich doch bitte verpissen soll, da seine Tat wohl ziemlich unangebracht war. Ich habe immer noch keine Ahnung, um welche Tat es dabei ging, aber zumindest Wörter wie Marihuana schnappen wir auf. Die beiden Lesben hingegen wollen ihn erst gar nicht gehen lassen, rufen schließlich die Polizei und bedrohen ihn weiterhin mit ihren Besenstielen.

Plötzlich zückt eine der Lesben eine Pistole und drückt wenig später sogar mehrmals ab. In dem Moment sind alle Beteiligten genauso geschockt wie ich, aber auch nur, weil zu dem Zeitpunkt noch keiner wusste, dass es sich lediglich um eine Spielzeugknarre hält. Ihr müsst euch das einfach mal vorstellen. Du wirst morgens um 04 Uhr aus dem Bett geschmissen, stehst zu dritt am Fenster und auf einmal feuert eine mexikanische Lesbenfurie mit einer Spielzeugpistole auf einen Amerikaner, dem sie vorher noch mit einem Besenstiel eins übergebraten hat! Krass!

Die Geschichte geht aber noch weiter: Der Ami holt schnell sein Zeug aus dem Bungalow und wirft es über den Zaun. Im Anschluss versucht auch er, die zwei Meter hohe Hürde zu stemmen. Chronische Unsportlichkeit und lesbische Stockschläger hindern ihn jedoch erfolgreich daran. Schließlich verschwindet er wieder im Bungalow, während die anderen auf die Polizei warten. Durch ein kleines Badezimmerfenster entkommt er jedoch in den Nachbarsgarten, wo er den Zaun in aller Ruhe überqueren kann und vorbei an den Lesben zu entkommen versucht. Die rennen ihm jedoch zusammen mit dem Nachbarn, der wahrscheinlich Sorge um seinen Garten und seinen Zaun hat, hinterher.

Ca. 10 Minuten später kommen sie jedoch erfolglos und im gleichen Moment wie die Polizei wieder am Haus an. Die wird dann noch schnell und laut beleidigt, was das denn bitte soll, warum sie denn nie für einen da ist, wenn man sie mal braucht und ähnliches. Schließlich gehen alle wieder zurück in ihre Wohnungen und auch wir denken, dass jetzt der ganze Spaß ein Ende hat. Weit gefehlt! Kurze Zeit später kommt der Amerikaner wieder, schleicht sich über den Zaun und kommuniziert durch das kleine Badezimmerfenster mit den anderen Amerikanern. Da sich bei den Lesben jedoch nichts mehr tut und ich verdammt müde bin, lege ich mich wieder schlafen.

Am nächsten Morgen dann aber der Schock: Vom Wohnzimmerfenster aus sehe ich den Amerikaner auf dem Dach des Bungalows liegend, ohne Hose, ohne Unterhose, nur mit T-Shirt. Mein erster Gedanke: Der ist tot. Schnell wecke ich meine beiden Kollegen und zusammen versuchen wir eine Atembewegung auszumachen. Und dann, ein paar Momente später, zuckt er auf einmal. Meine Mitbewohner erzählen mir dann auch noch, wie es letzte Nacht weiterging, nachdem ich mich wieder schlafen gelegt habe. Die beiden Vögel haben dem Ami nämlich Unterschlupf angeboten, weil er ihnen so Leid tat. Der Ami wollte jedoch nicht; zum Glück!

Die Geschichte geht aber immer noch weiter: Als ich am Abend aus der Arbeit zurückkomme, steht der Ami auf einmal wieder im Garten der Lesben und sammelt in aller Ruhe sein Zeug zusammen, das er vergangene Nacht verloren hat. Leo, mein Mitbewohner meint dann auch noch: “Schade, dass du erst jetzt kommst. Du hast das beste verpasst. Der Typ hat sich vor einer halben Stunde noch mit den beiden Lesben und der Polizei in den Haaren gehabt. Aber jetzt haben sich alle wieder lieb.”

Wenn die Story nicht verrückt ist, was dann?! Insofern bis die Tage!

Euer el Señor…


Antworten

  1. Wir haben ja am Wochenende Michaeli Markt und da ist ja auch manchmal was los. Aber mit so etwas können wir in Schöllkrippen nicht mithalten… ;-)
    Gruß Holger

  2. Mal schauen, was der Markt dieses Jahr so bringt =)

  3. Fotos?

  4. Gibt’s keine. War ja noch dunkel.


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